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Info zur Produktart

Beschreibung

Neben den mechatronischen Fuß-Passteilen mit autoadaptiver Anpassung kommen alternativ auch Füße mit hydraulisch/mechanisch kontrolliertem Knöchelgelenk zum Einsatz mit dem Ziel, die physiologischen Funktionen der amputierten Extremität zu imitieren - hinsichtlich einer erhöhten Sicherheit, Energieeffizienz und Entlastung der erhaltenen Gelenkkette, der betroffenen Extremität, der kontralateralen Seite sowie der Wirbelsäule.

Durch die freie Beweglichkeit des Knöchelgelenks können sich diese Fuß-Passteile an unterschiedliche Untergründe und Bodenunebenheiten anpassen. Aufgrund der (leicht) angehobenen Fußspitze während der Schwungphase wird die Stolpersicherheit zusätzlich verbessert und das Gehen von Steigungen/Gefälle sowie auf der Treppe erleichtert.

Das Sitzen mit abgesenkter Fußspitze ist physiologischer und das Aufstehen wird durch die Reduktion von Hebelkräften gesteigert.

Die Knöchelwiderstände für die Dämpfung der Dorsalextension bzw. Plantarflexion können (manuell beispielsweise über eine Hydrauliksteuerung) individuell und in der Regel getrennt voneinander angepasst werden.

Aufgrund der beschriebenen Eigenschaften der autoadaptiven Fuß(gelenk)-Passteile ergibt sich ein funktioneller Nutzen/Zugewinn vornehmlich von Versicherten mit mittlerem Mobilitätsgrad (Mobilitätsklasse 2 und 3), die Integration in das modulare Beinprothesen-System erfolgt mittels Schraub- oder Rohradapter-Anschluss.

Funktionale Produkteigenschaften:

Fersenauftritt:
- Dämpfung: (+)
- Plantarflexion (Sicherheit): (+)
- Energierückgabe (Mobilität): (0)

Abrollverhalten:
- Dorsalextension (Mobilität): (+)
- Widerstand (Sicherheit): (+)
- Pro-/Supination (Sicherheit/Mobilität): (0)

Abstoßverhalten (im Vorfuß):
- Kraftstoß/Vortrieb (Mobilität): (0)

Steuerung/Funktionsprinzip:
- mechanisch (allgemein): (-)
- autoadaptiv (hydraulisch/mechanisch): (+)
- mikroprozessor/mechatronisch: (-)

( + ) = in der Regel vorhanden
( 0 ) = optional vorhanden (in Abhängigkeit vom Fußtyp)
( - ) = nicht vorhanden


Änderungsdatum: 26.03.2019


Änderungsdatum: 30.09.2022

Indikation

Bei prothetischer Versorgung nach Amputation im (Hüft-), Oberschenkel-, Knie- oder Unterschenkel-Bereich, geeignet für Modular-Bauweise

Für Versicherte, die auf Grund ihres Alters, der Grunderkrankung, in Abhängigkeit ihres Allgemein- und Kräftezustandes, der Stumpfsituation in der Lage sind, mittlere bis unbegrenzte Wegstrecken zurückzulegen und die einen hohen Anspruch an die Standsicherheit und das Abrollverhalten haben. Abhängig vom körperlichen Leistungsvermögen können Hindernisse überwunden werden, das Gehen in unebenem Terrain ist möglich. Das Versorgungsziel ist die Mobilität zur Sicherung der Teilhabe am Alltagsleben.

Zur Exploration der erforderlichen zweckmäßigen und wirtschaftlichen Passteilauswahl, entsprechend der Störung der Funktion und Struktur, den Aktivitäten der Versicherten oder des Versicherten sowie dem Ziel der gleichberechtigten Teilhabe am Alltagsleben ist eine umfassende kontextbezogene statische und dynamische Befunderhebung erforderlich. Das erfordert eine ganzheitliche Betrachtung und vergleichende Ganganalyse mit der Erprobung in Frage kommender Fußpassteile – im Einzelfall auch im Ganglabor zur Überprüfung des funktionellen Zugewinns.

Geeignet für Mobilitätsgrad/Aktivitätsniveau:
1. Innenbereichsgeher: (-)
2. Eingeschränkter Außenbereichsgeher: (+)
3. Uneingeschränkter Außenbereichsgeher: (+)
4. Außenbereichsgeher mit besonders hohen Ansprüchen: (0)

Versorgungsbereich gemäß Empfehlungen nach § 126 SGB V: 24 A/B


Änderungsdatum: 26.03.2019


Änderungsdatum: 30.09.2022

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