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Info zur Produktart

Beschreibung

Mobile Sauerstoffbehältersysteme enthalten ca. 0,5 l bis 2 l tiefkalten, medizinischen Flüssigsauerstoff in thermisch isolierten Tanks, die die Versicherte oder der Versicherte mit sich führen kann, indem sie oder er sie mit Hilfe eines Gurtes trägt oder auf einem kleinen Spezialwagen mit sich führt. Der Siedepunkt des Sauerstoffs beträgt ca. -183 °C, 1 l Flüssigsauerstoff ergibt ca. 860 l gasförmigen Sauerstoff. Der tiefkalte Flüssigsauerstoff wird im System verdampft und der gasförmige Sauerstoff wird über ein System von Verbindungsleitungen, Wärmetauschern und Ventilen entnommen.

Das der Versicherten oder dem Versicherten über entsprechende Schlauchsysteme zugeführte Sauerstoffgas ist mit einem Flowsteller dosierbar. Ein System von Sicherheitsventilen verhindert, dass der Druck im Behälter zu hoch werden kann. Wird kein Sauerstoffgas entnommen, öffnet sich bei einem definierten Druck (z. B. 1,5 MPa) ein primäres Sicherheitsventil, um den durch die ständige natürliche Verdampfung des flüssigen Sauerstoffs entstehenden Druck zu begrenzen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Spontanverdampfung. Die Spontanverdampfungsrate beschreibt die ungenutzt in die Umgebungsluft abgegebene Sauerstoffmenge für den Fall, dass von der Versicherten oder dem Versicherten kein gasförmiger Sauerstoff entnommen wird; sie hängt vor allem von der thermischen Isolation des Sauerstoffbehältersystems ab und beträgt bis zu 0,5 l Flüssigsauerstoff pro Tag.

Der Füllungszustand des Behälters kann entweder am Füllstandsanzeiger des mobilen Sauerstoffbehältersystems abgelesen werden oder seine Bestimmung erfolgt z. B. durch das Wiegen des Systems. Die Befüllung der mobilen Sauerstoffbehältersysteme mit tiefkaltem medizinischen Flüssigsauerstoff erfolgt am stationären Sauerstoffbehältersystem, wofür die Systeme mit entsprechenden Kupplungs- und Ventilvorrichtungen ausgestattet sind.

Die Geräte sind für einen Wiedereinsatz bei weiteren Versicherten geeignet.


Änderungsdatum: 04.12.2018

Indikation

Schädigung des Atmungssystems mit behandlungsbedürftiger chronischer Hypoxämie

1) Bei arteriellem Sauerstoffpartialdruck paO2 unter Ruhebedingungen während einer stabilen Krankheitsphase von ca. 4 Wochen mindestens dreimal = 55 mmHg (7,3 kPa)
oder

2) Bei sekundärer Polyglobulie und/oder Zeichen eines chronischen Cor pulmonale, paO2 55 - 60 mmHg (7,3 - 8,0 kPa)
und/oder

3) Bei belastungsinduzierter Hypoxämie (paO2 < 55 mmHg bzw. 7,3 kPa) mit dem Nachweis einer verbesserten Belastbarkeit unter Sauerstoffatmung

- Wenn eine Versorgung mit einem stationären Sauerstoffkonzentrator und 2 l-Sauerstoff-Druckflaschen oder Druckgasfülleinheit nicht möglich oder nicht ausreichend ist
- Zur Langzeitsauerstofftherapie (O2-Gabe = 16 Stunden/Tag) und/oder Ermöglichung einer außerhäuslichen Mobilität durch die Nutzung von Sauerstoffbehältersystemen, wenn eine außerhäusliche Mobilität sichergestellt werden muss (z. B. bei Arzt-/Therapeutenbesuchen, zur Erhaltung der Mobilität im Rahmen der Grundbedürfnisse des täglichen Lebens)

Die Versicherte oder der Versicherte bzw. die Hilfs-/Pflegeperson ist in die korrekte Anwendung des Gerätes einzuweisen und die Versicherte oder der Versicherte unterliegt einer regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.

Versorgungsbereich gemäß den Empfehlungen nach § 126 SGB V: 14F


Änderungsdatum: 04.12.2018

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