Beschreibung

CPAP-Spezialgeräte mit zwei Druckniveaus (Bilevel-CPAP) und automatischer Druckanpassung bestehen aus einem elektrischen Grundgerät mit Kompressor/Gebläse, mit dem am Ende der Einatmung (inspiratorischer Druck IPAP) und am Ende der Ausatmung (exspiratorischer Druck EPAP) ein variabler Druck auf zwei unterschiedliche positive Druckniveaus erzeugt werden kann (autoadaptierendes, atemzuggesteuertes 2-Pegel-CPAP-Verfahren), sowie Zubehör in Form von z. B. Atemschläuchen und Masken, über die die Versicherte oder der Versicherte an das Grundgerät angeschlossen wird. Die automatisch vom Gerät individuell ermittelten positiven Drücke wirken im Sinne einer pneumatischen Schienung der im Schlaf erschlafften Schlund- und Rachenmuskulatur, wodurch die Häufigkeit und Dauer von nächtlichen Apnoephasen reduziert wird. Dabei wird das Grundgerät über die Spontanatmung der Versicherten oder des Versicherten gesteu-ert/geregelt, indem der Atemflow die Umschaltung triggert. Der variable Druck ermöglicht eine Reduktion des Therapiedruckes ohne Beeinträchtigung der Therapiequalität.

Da die CPAP-Geräte die ganze Nacht über in Betrieb sind und in der Nähe des Bettes der Versicherten oder des Versicherten stehen, müssen sie entsprechend geräuscharm sein.

Die Geräte sind für einen Wiedereinsatz bei weiteren Versicherten geeignet.


Änderungsdatum: 04.12.2018

Indikation

Funktionelle und strukturelle Schädigung der oberen Atemwege während des Schlafes (mäßig bis erheblich ausgeprägtes obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom mit partieller oder vollständiger Obstruktion/ggf. mit Einschlafneigung am Tag)

- Wenn die Behandlung mit einem CPAP- oder APAP-Gerät bzw. die Behandlung mit einem Bilevel-PAP-Spezialgerät nicht möglich ist
- Zur Sicherung der Atmungsfunktion (pneumatische Schienung der oberen Atemwege) während des Schlafes

Die Einleitung einer Behandlung mit einem Bilevel-CPAP-Spezialgerät (automatisch anpassendes Druckniveau) hat in einem Schlaflabor entsprechend der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses „Methoden vertragsärztliche Versorgung, Anlage I Nr. 3. Polygraphie und Polysomnographie im Rahmen der Differentialdiagnostik und Therapie der schlafbezogenen Atmungsstörungen“ im Rahmen einer Therapieeinstellung zu erfolgen. Die häusliche Behandlung erfolgt mit dem Gerät, mit dem die Therapie-Einstellung durchgeführt wurde. Bei einem Austausch des Gerätes ist eine erneute Einstellung im Schlaflabor erforderlich.

Die Versicherte oder der Versicherte bzw. die Hilfs-/Pflegeperson ist in die korrekte Anwendung des Gerätes einzuweisen. Die Versicherte oder der Versicherte unterliegt einer regelmäßigen ärztlichen Kontrolle mit Kontrolle der Therapieparameter.

Versorgungsbereich gemäß den Empfehlungen nach § 126 SGB V: 14A


Änderungsdatum: 04.12.2018

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